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Werkzeug

Grundpreis-Rechner: Welches Angebot ist wirklich günstiger?

Illustration: Frau vergleicht im Supermarkt eine große und eine kleine Packung
Symbolbild, KI-generiert

Eine 750-Gramm-Packung für 4,29 Euro oder die 400-Gramm-Packung im Angebot für 2,19 Euro: Ohne Nachrechnen ist das nicht zu entscheiden. Dieser Rechner bringt bis zu drei Angebote auf denselben Nenner — und rechnet auf Wunsch die Versandkosten mit ein, die auf der Produktseite nie im Grundpreis stecken.

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Trage Preis und Inhalt ein — Versandkosten nur, wenn sie für dieses Angebot tatsächlich anfallen. Zwei Angebote genügen, drei gehen auch. Die Rechnung aktualisiert sich bei jeder Eingabe; Beträge mit Komma oder Punkt.

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Warum der angegebene Grundpreis nicht immer reicht

Händler müssen den Grundpreis bei Waren, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft werden, in der Regel neben dem Verkaufspreis nennen. Das ist gut und hilft im Alltag — nur beantwortet diese Zahl nicht immer die Frage, die du gerade hast.

Drei Situationen, in denen sie in die Irre führt. Erstens Mehrfachpackungen: Ob sich der Grundpreis auf die Einzelpackung oder auf den gesamten Inhalt bezieht, ist nicht immer auf den ersten Blick klar. Zweitens der Versand: Bei einem Artikel für wenige Euro kann eine Versandpauschale den Grundpreis verdoppeln, sie taucht in der Angabe aber nie auf. Drittens der Vergleich über Anbieter hinweg — dort stehen die Angaben in unterschiedlichen Bezugsgrößen nebeneinander, einmal je 100 Gramm, einmal je Kilogramm.

So rechnest du es von Hand

Frau rechnet am Küchentisch mit Notizbuch und Taschenrechner zwei Gläser nach
Symbolbild, KI-generiert

Der Rechenweg ist simpel genug für den Supermarkt: Gesamtpreis durch Inhalt, dann auf die Bezugsmenge hochrechnen. Bei 4,29 Euro für 750 Gramm sind das 4,29 geteilt durch 750, also 0,00572 Euro je Gramm, mal 100 ergibt 57 Cent je 100 Gramm. Die kleine Packung: 2,19 geteilt durch 400, mal 100 ergibt knapp 55 Cent. Das Angebot gewinnt hier tatsächlich — aber nur knapp, und nur solange kein Versand dazukommt.

Im Kopf geht es schneller mit runden Mengen: Bei 750 Gramm für 4,29 Euro rechnest du grob „4 Euro für 700 Gramm“, also etwas unter 60 Cent je 100 Gramm. Für die Entscheidung im Regal reicht das meist; den Feinvergleich zweier knapper Angebote übernimmt besser der Rechner.

So bedienst du den Rechner

  1. Preis und Inhalt so eintragen, wie sie auf der Packung beziehungsweise Produktseite stehen. Bei Mehrfachpackungen rechnest du die Gesamtmenge selbst aus: sechs Dosen zu je 250 Milliliter sind 1,5 Liter (oder 1500 Milliliter).
  2. Einheit aus der Auswahl wählen. Gramm und Kilogramm, Milliliter und Liter lassen sich mischen, der Rechner stellt sie um. Das Ergebnis erscheint immer je 100 g, je 100 ml, je Stück oder je Meter, auch wenn du ein Angebot in Kilogramm oder Litern einträgst.
  3. Versand nur eintragen, wenn er für dieses Angebot anfällt. Dann zählt er zum Gesamtpreis, den der Rechner durch den Inhalt teilt.
  4. Mit „Alles leeren“ beginnst du neu. Die Bezeichnung hilft nur dir, die Angebote in der Auswertung wiederzufinden.

Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen: Angebot A kostet 4,29 Euro für 750 Gramm, Angebot B 2,19 Euro für 400 Gramm, dazu 3,95 Euro Versand, weil B bei einem Online-Händler unter der Versandkostengrenze liegt. Ohne Versand liegt B vorn, mit Versand kostet B rund 1,54 Euro je 100 Gramm und A bleibt bei rund 57 Cent. Genau solche Verschiebungen zeigt der Rechner, sobald du das Versandfeld ausfüllst.

Grenzen: Der Rechner vergleicht ausschließlich nach Menge. Er weiß nicht, ob eine Packung ergiebiger, qualitativ anders oder besser verträglich ist, und er berücksichtigt weder Rabattcodes noch Mindestbestellwerte. Eingaben bleiben auf deinem Gerät; sie werden weder übertragen noch gespeichert.

Wenn sich zwei Angebote nicht vergleichen lassen

Frau vergleicht im Supermarkt zwei unterschiedlich große Packungen
Symbolbild, KI-generiert

Gewicht, Volumen und Stückzahl lassen sich nicht ineinander umrechnen, ohne die Dichte oder das Einzelgewicht zu kennen. Pulver gegen Flüssigkeit, Konzentrat gegen gebrauchsfertig, Rolle gegen Blatt — in diesen Fällen ist die ehrlichere Vergleichsgröße oft eine andere: die Zahl der Waschladungen, der Anwendungen, der Portionen. Sie steht meist klein auf der Packung und ist aussagekräftiger als jede Grundpreisangabe.

Die sieben Grundpreis-Fallen

  1. Unterschiedliche Bezugsmengen. Der eine Artikel nennt den Preis je 100 Gramm, der andere je Kilogramm. Erst gleiche Einheit herstellen, dann vergleichen.
  2. Multipacks. Bei „6 × 250 ml“ muss der Grundpreis auf die Gesamtmenge von 1,5 Litern bezogen sein. Wer nur die Einzelgröße liest, verrechnet sich leicht.
  3. Abtropfgewicht und Füllmenge. Bei Eingelegtem zählt das Abtropfgewicht, nicht das Gesamtgewicht mit Lake. Der Grundpreis soll sich darauf beziehen.
  4. Konzentrate. Ein Spülmittel oder Weichspüler im Konzentrat hat bei gleichem Literpreis oft mehr Anwendungen. Hier ist der Preis je Anwendung ehrlicher als der Preis je Liter, soweit der Hersteller Dosierungen angibt.
  5. Schrumpfende Inhalte. Der Preis bleibt gleich, der Inhalt wird kleiner. Der Verkaufspreis sieht dann unverändert aus, der Grundpreis steigt. Verbraucherzentralen weisen immer wieder auf solche „Mogelpackungen“ hin.
  6. Stück, Lagen, Blätter. Bei Küchenrollen, Taschentüchern oder Windeln ist der Preis je Blatt oder Stück aussagekräftiger, wenn die Lagenzahl unterschiedlich ist.
  7. Versandkosten. Sie stecken nie im Grundpreis. Ein Online-Angebot mit niedrigem Grundpreis kann nach Versand teurer sein als die Ladenpackung. Der Rechner bezieht Versandkosten auf Wunsch ein.

Aktionstage: wo Grundpreise besonders oft untergehen

Bei Aktionen mit Mengenrabatt („3 für 2“, „zweites Stück zum halben Preis“) ändert sich der Preis je Einheit mit der Anzahl. Der Grundpreis des Einzelstücks im Angebot passt dann nicht mehr. Rechne selbst: Gesamtpreis geteilt durch Gesamtmenge. Dasselbe gilt für Abo-Optionen und Mengenstaffeln. Und: Ein Nachlass auf eine ohnehin überteuerte Größe ist kein Schnäppchen. Ob ein Nachlass überhaupt echt ist, prüft der Rabatt-Check; den Hintergrund liefert Streichpreise und die 30-Tage-Regel.

Welche Bezugsgröße gilt eigentlich?

Als Grundpreis nennen Händler den Preis je Kilogramm, je Liter, je Meter, je Quadratmeter oder je Stück, je nachdem, wie die Ware verkauft wird. In der Praxis begegnen dir trotzdem im selben Regal verschiedene Bezugsgrößen, etwa je 100 Gramm oder Milliliter bei kleinen Packungen und je Kilogramm oder Liter bei großen: Die Tube Handcreme steht je 100 Milliliter da, die Waschmittelflasche je Liter. Der Rechner nimmt dir diese Umstellung ab, denn er gibt jedes Ergebnis in derselben Einheit aus. Wenn du Angaben aus Shops oder Prospekten abtippst, achte darauf, welche Bezugsgröße dort steht, bevor du Zahlen miteinander vergleichst.

Sonderfälle: Meter, Fläche und Stück

Zwei Flaschen unterschiedlicher Größe neben Küchenwaage und Messbecher
Symbolbild, KI-generiert

Nicht alles wird nach Gewicht verkauft. Bei Folie, Geschenkband oder Kabel zählt der Preis je Meter, bei Tapete, Stoff oder Bodenbelag oft der Preis je Quadratmeter. Bei Stückware wie Kerzen, Batterien oder Müllbeuteln ist die Stückzahl entscheidend. Beim Geschenkpapier lohnt ein Blick auf die Breite: Zwei Rollen mit gleicher Länge, aber unterschiedlicher Breite haben eine andere Fläche, und nur die Fläche sagt, wie viele Geschenke du einwickeln kannst. Der Rechner kennt Meter und Stück, aber keine Quadratmeter: Rechne in solchen Fällen die Gesamtfläche selbst aus (Länge mal Breite) und teile den Preis durch diese Zahl. Wer Geschenke selbst verpackt, findet weitere Anhaltspunkte im Ratgeber Geschenke verpacken.

Typische Fehler beim Eintippen

Was tun, wenn der Grundpreis fehlt oder falsch wirkt?

Fehlt die Angabe auf der Produktseite, rechnest du mit dem Rechner selbst nach: Preis und Inhalt stehen fast immer irgendwo in der Beschreibung oder auf dem Etikett. Wirkt eine angegebene Zahl unplausibel, etwa weil sie sich auf die falsche Menge bezieht, rechne mit den Rohwerten nach und mache einen Screenshot, bevor du bestellst. Bei einem klaren Fehler lohnt eine kurze Nachricht an den Händler; er kann die Angabe korrigieren. Wenn du dir unsicher bist, ob eine Angabe zulässig ist, hilft die Verbraucherzentrale weiter. Ob der Preis selbst im Verhältnis zur Vergangenheit stimmt, zeigt dir Preisverlauf selbst prüfen. Und wer sich vor einem Großeinkauf einen Überblick verschaffen möchte, findet im Sale-Kalender die Zeiten, in denen sich Vorräte erfahrungsgemäß eher lohnen. Alle Rechner auf einen Blick stehen auf der Seite Werkzeuge.

Der größte Fehler ist nicht die Rechnung

Ein guter Grundpreis nützt nichts, wenn die Menge nicht zu dir passt. Die Großpackung Handcreme ist je 100 Milliliter günstiger und trotzdem ein schlechter Kauf, wenn sie zwei Jahre im Bad steht und ranzig wird. Bei Lebensmitteln entscheidet das Mindesthaltbarkeitsdatum mit, bei Kosmetik das Zeichen für die Haltbarkeit nach dem Öffnen. Rechne den Grundpreis also auf die Menge, die du tatsächlich verbrauchst — nicht auf die, die in der Packung ist.

Wie du darüber hinaus erkennst, ob ein beworbener Rabatt überhaupt einer ist, steht im Ratgeber Fake-Rabatte erkennen. Wann sich das Bündeln von Bestellungen lohnt, erklärt Versandkosten clever bündeln. Aktuelle Preistipps mit datiertem Preis findest du auf der Seite Deals unter 25 Euro.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Grundpreis genau?
Der Grundpreis ist der Preis, bezogen auf eine einheitliche Menge — meist 100 Gramm, 100 Milliliter, ein Kilogramm oder ein Liter. Er macht Packungen unterschiedlicher Größe erst vergleichbar. Händler müssen ihn bei Waren, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft werden, in der Regel neben dem Verkaufspreis angeben; die Einzelheiten regelt die Preisangabenverordnung.
Warum rechne ich selbst nach, wenn der Grundpreis doch angegeben wird?
Weil die angegebene Zahl nicht immer die ist, die für deine Entscheidung zählt. Bei Mehrfachpackungen bezieht sie sich manchmal auf eine Einzelpackung, bei Sparpaketen auf die Gesamtmenge, und die Versandkosten stecken nie darin. Sobald Versand hinzukommt oder du zwei Angebote mit unterschiedlichem Zuschnitt vergleichst, ändert sich das Bild.
Soll ich die Versandkosten wirklich einrechnen?
Wenn sie für dieses eine Angebot tatsächlich anfallen, ja — dann sind sie Teil dessen, was du zahlst. Fallen sie weg, weil du ohnehin über einer Versandkostengrenze liegst oder ein Abo hast, lässt du das Feld leer. Gefährlich wird es nur, wenn man Versandkosten künstlich wegrechnet, indem man Dinge in den Warenkorb legt, die man sonst nicht kaufen würde.
Ist die größere Packung immer günstiger?
Nein, und das ist der häufigste Irrtum beim Einkaufen. Bei vielen Produkten stimmt es, aber es gibt genug Gegenbeispiele, gerade bei Aktionsware in kleinen Größen. Genauso wichtig: Eine günstigere Großpackung nützt nichts, wenn die Hälfte verdirbt oder du das Produkt nicht in der Menge verbrauchst.
Warum kann der Rechner manche Angebote nicht vergleichen?
Weil Gewicht, Volumen, Stückzahl und Länge sich nicht ineinander umrechnen lassen, ohne die Dichte oder das Einzelgewicht zu kennen. 500 Gramm Waschmittelpulver und ein Liter Flüssigwaschmittel sind unterschiedliche Größen. In solchen Fällen hilft die Angabe auf der Packung, etwa die Zahl der Waschladungen — die ist oft die ehrlichere Vergleichsgröße.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Rechnung läuft vollständig in deinem Browser, es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert. Sobald du die Seite verlässt, sind die Eingaben weg.

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