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Nachschlagewerk

Glossar: Begriffe rund um Preise und Rabatte

23 Begriffe, die auf Produktseiten, in Rabatt-Bannern und in unseren eigenen Texten immer wieder auftauchen — hier kurz und knapp erklärt. Für tiefere Hintergründe verweist jeder Eintrag auf den passenden Artikel in unserem Ratgeber oder auf unsere Saison-Seiten; wie wir Preise zeigen, steht in der Methodik.

UVP

Die unverbindliche Preisempfehlung: eine Zahl, die der Hersteller eines Produkts vorschlägt — meist einmalig zum Marktstart. „Unverbindlich“ bedeutet ausdrücklich, dass kein Händler sich daran halten muss. Weil eine UVP über Jahre unverändert bleiben kann, während sich der reale Marktpreis längst verschoben hat, taugt sie nur begrenzt als Maßstab für einen aktuellen Rabatt. Ausführlich erklärt in UVP verstehen.

Streichpreis

Ein durchgestrichener Vergleichspreis neben einem aktuellen, meist niedrigeren Preis. Anders als eine UVP stammt ein Streichpreis in der Regel vom Händler selbst und bezieht sich auf einen früheren eigenen Verkaufspreis. Ohne erkennbaren Zeitbezug ist ein Streichpreis schwer zu prüfen — seriöse Angaben nennen deshalb, seit wann oder wie lange der Vergleichspreis galt. Mehr dazu in Fake-Rabatte erkennen.

30-Tage-Regel

Der niedrigste Gesamtpreis, den ein Händler in den 30 Tagen vor einer beworbenen Preisermäßigung selbst verlangt hat. Die Angabe ist in Deutschland nach § 11 PAngV bei Preisermäßigungen grundsätzlich Pflicht des Händlers und soll künstlich aufgeblähte Mondpreise erschweren. Sie ist keine Garantie dafür, dass es insgesamt keinen niedrigeren Preis gab — nur ein Bezugspunkt aus der jüngeren Vergangenheit. Ausführlich erklärt in Streichpreise und die 30-Tage-Regel.

Buybox

Der Kaufen-Button auf einer Amazon-Produktseite, über den die meisten Bestellungen abgewickelt werden — dahinter kann Amazon selbst stehen oder einer von mehreren Marketplace-Verkäufern, die dasselbe Produkt anbieten. Welcher Verkäufer die Buybox gerade hält, kann wechseln, unter anderem abhängig von Preis, Versandzeit und Verkäuferbewertung. Wichtig für dich: Der Verkäufer in der Buybox ist dein Vertragspartner. Wie du ein Anbieterprofil einschätzt, steht in Verkäufer auf Marktplätzen prüfen.

Preisverlauf

Die Entwicklung eines Produktpreises über die Zeit, dargestellt als Abfolge einzelner, datierter Messpunkte. Ein Preisverlauf zeigt mehr als eine einzelne Preisangabe: Er macht sichtbar, ob ein aktueller Preis wirklich ungewöhnlich niedrig ist oder dem entspricht, was ohnehin regelmäßig aufgerufen wird. Schlaue Lady selbst führt aus lizenzrechtlichen Gründen (Amazon Creators API) keinen eigenen Preisverlauf und zeigt nur den aktuellen, datierten Preis. Warum das so ist und wo du trotzdem einen echten Verlauf findest, steht in Wie Preisverläufe funktionieren und in Preisverlauf selbst prüfen.

Deal / Preisknaller

Bei der Schlauen Lady ein Produkt, für das Amazon offiziell eine UVP-Ersparnis von mindestens 5 % ausweist — eine Angabe direkt von Amazon, nicht von uns berechnet. Wir zeigen dabei bewusst keine Prozentzahl, sondern nur den aktuellen Preis und die UVP als reine Beträge nebeneinander. Ein „Preisknaller“ bei uns ist also kein Werbewort ohne Grundlage, sondern an eine nachvollziehbare, offizielle Amazon-Angabe gebunden. Details dazu stehen in der Methodik.

PAngV

Die Preisangabenverordnung — ein deutsches Gesetz, das unter anderem regelt, wie Preise und Preisermäßigungen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern angegeben werden müssen. Bekanntester Teil in diesem Zusammenhang ist § 11, die sogenannte 30-Tage-Regel bei beworbenen Preisermäßigungen. Die Verordnung richtet sich an Händler, nicht an reine Preisvergleichs- oder Beobachtungsdienste. Ausführlich erklärt in Streichpreise und die 30-Tage-Regel.

Grundpreis

Der Preis pro Mengeneinheit (etwa pro 100 Gramm, Liter oder Stück), der bei vielen Produkten zusätzlich zum Gesamtpreis angegeben werden muss. Der Grundpreis macht unterschiedliche Packungsgrößen desselben oder ähnlicher Produkte vergleichbar — ein niedrigerer Gesamtpreis kann bei genauerem Hinsehen trotzdem der teurere Grundpreis sein, wenn die Packung entsprechend kleiner ausfällt. Ein Blick auf den Grundpreis lohnt sich deshalb gerade bei Sonderposten mit wechselnden Füllmengen. Warum kleine Größen fast immer schlechter abschneiden, zeigt Reisegrößen und Minis: Lohnen sie sich?.

Prime Day

Ein von Amazon selbst ausgerufener Aktionstag (inzwischen meist über mehrere Tage), üblicherweise im Sommer, exklusiv für Amazon-Prime-Mitglieder. Wie bei anderen Aktionsterminen gilt auch hier: Nicht jeder beworbene Rabatt ist automatisch der niedrigste Preis des Jahres für ein bestimmtes Produkt. Mehr zu wiederkehrenden Preismustern im Jahresverlauf steht in Wann sinken Preise bei Amazon?.

Black Friday

Der Freitag nach dem US-amerikanischen Thanksgiving-Fest, seit Jahren auch im deutschsprachigen Onlinehandel der bekannteste Aktionstag des Jahres. In der Praxis ziehen viele Händler ihre Rabatte inzwischen über eine ganze „Black Week“ oder den direkt folgenden Cyber Monday. Datum, Hintergrund und wie du echte Rabatte erkennst, stehen auf unserer Seite Black Friday.

Retoure / Widerruf

Der Widerruf ist das gesetzliche Recht, einen Online-Kauf innerhalb einer bestimmten Frist ohne Angabe von Gründen rückgängig zu machen; die Retoure ist die praktische Rücksendung der Ware dabei. Das unterscheidet sich von der Gewährleistung, die nur bei einem tatsächlichen Mangel greift. Ausführlich erklärt, inklusive der Unterschiede zur Garantie, in Retoure und Gewährleistung: Basics.

Blitzangebot

Ein zeitlich eng begrenztes Angebot, oft mit Countdown-Anzeige und begrenzter Stückzahl beworben. Manche Blitzangebote sind echt befristet und tatsächlich mengenmäßig begrenzt, andere setzen vor allem auf die psychologische Wirkung von Zeitdruck, ohne dass sich am eigentlichen Preis oder Bestand viel ändert. Ein einfacher Reload- oder Folgetag-Check verrät oft, welcher Fall vorliegt — mehr dazu in Impulskäufe vermeiden.

Preisfehler

Ein sichtbar falscher, meist deutlich zu niedriger Preis, der auf einen technischen Fehler oder ein Versehen bei der Preispflege zurückgeht statt auf eine gewollte Rabattaktion. Auch nach einer Bestellbestätigung besteht dabei in aller Regel kein automatischer Anspruch auf Lieferung zu diesem Preis. Ausführlich und ehrlich erklärt in Preisfehler: Was gilt, was nicht.

Versand durch Amazon (FBA)

„Versand durch Amazon“ (oft mit dem Kürzel FBA — Fulfillment by Amazon — bezeichnet) beschreibt nur die Logistik: Die Ware liegt in einem Amazon-Lager und wird von dort verschickt, unabhängig davon, wer tatsächlich verkauft. Verkäufer bleibt trotzdem der jeweilige Drittanbieter, der auf der Produktseite unter „Verkauf durch“ genannt wird — er ist dein Vertragspartner, nicht Amazon. FBA-Artikel profitieren meist von ähnlich schnellen Lieferzeiten und Rückgabefristen wie Amazon-eigene Angebote. Wie du das Anbieterprofil eines Drittanbieters vor dem Kauf einschätzt, steht in Verkäufer auf Marktplätzen prüfen.

Coupon

Ein anklickbarer Rabatt-Haken direkt auf einer Amazon-Produktseite, meist unter dem Preis platziert. Anders als ein Gutscheincode wird ein Coupon nicht separat eingegeben, sondern per Klick aktiviert — der Nachlass zieht sich dann automatisch beim Checkout vom Preis ab, sofern die jeweiligen Teilnahmebedingungen erfüllt sind. Coupons lassen sich grundsätzlich unabhängig von einem externen Cashback-Portal nutzen und meist auch mit einem Spar-Abo kombinieren. Die sinnvolle Reihenfolge beim Stapeln mehrerer Rabattwege erklärt Gutscheine und Cashback kombinieren.

Spar-Abo

Eine Amazon-Funktion, bei der ein Produkt in selbst gewählten Abständen automatisch wiederkehrend geliefert wird — dafür gibt es meist einen zusätzlichen Rabatt gegenüber dem Einzelkauf. Ein Spar-Abo lässt sich jederzeit pausieren oder kündigen, bevor die nächste Lieferung verschickt wird. Sinnvoll ist es vor allem bei Produkten mit echtem, regelmäßigem Verbrauch, etwa Drogerie- oder Haushaltsartikeln — bei nur gelegentlich benötigten Produkten häufen sich sonst ungenutzte Vorräte an, trotz Rabatt kein wirklicher Vorteil. Mehr zur Kombination mit anderen Rabattwegen in Gutscheine und Cashback kombinieren.

Cashback

Eine nachträgliche Rückvergütung auf einen Einkauf, ausgezahlt über ein Cashback-Portal. Technisch steckt dahinter ein Partnerprogramm zwischen Portal und Händler: Klickst du über das Portal zum Shop weiter und kaufst dort, erhält das Portal eine Provision, von der es dir einen Teil gutschreibt. Voraussetzung ist, dass dieser Klickweg auch tatsächlich erfasst wird — ein zwischenzeitlicher Seitenwechsel oder ein direkt gespeichertes Lesezeichen kann das unterbrechen. Höhe, Wartezeit und Mindestauszahlungsbeträge unterscheiden sich je nach Anbieter. Ausführlich erklärt in Gutscheine und Cashback kombinieren.

Mondpreis

Ein Vergleichspreis, der zwar irgendwann real existiert hat, aber so hoch angesetzt oder so lange her ist, dass ein daneben beworbener Rabatt künstlich groß wirkt. Klassisches Beispiel ist eine Jahre alte, seither unveränderte UVP, die dem tatsächlichen Marktpreis längst nicht mehr entspricht. Genau solche Fälle soll die 30-Tage-Regel erschweren, weil sie den Vergleichspreis auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage begrenzt — ein zu weit zurückliegender Mondpreis fällt damit als zulässiger Streichpreis weg. Wie du Mondpreise selbst erkennst, steht in Fake-Rabatte erkennen.

Amazon Warehouse / Retourenkauf

Ein eigener Amazon-Bereich für retournierte, generalüberholte oder anderweitig nicht mehr fabrikneue Artikel, meist mit eigener Zustandsstufe gekennzeichnet (etwa „Wie neu“ bis „Akzeptabel“) und entsprechendem Preisnachlass gegenüber dem Neupreis. Das Produkt selbst muss dabei keinen Mangel haben — häufige Gründe sind eine beschädigte Verpackung, ein früherer Rückversand oder ein ehemaliges Vorführmodell. Die genaue Zustandsbeschreibung auf der jeweiligen Angebotsseite zählt dabei mehr als der grobe Stufenname. Auch bei Warehouse-Käufen gelten Widerrufsrecht und Gewährleistung grundsätzlich weiter. Ausführlich erklärt in Amazon Warehouse & Outlet: gebraucht kaufen.

MHD & PAO

Zwei unterschiedliche Haltbarkeitsangaben auf Kosmetik- und Pflegeprodukten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist ein festes Datum, bis zu dem der ungeöffnete Artikel bei sachgemäßer Lagerung seine Eigenschaften behält. Das PAO-Symbol („Period after Opening“, ein kleines Tiegel-Symbol mit einer Zahl, etwa „12M“) gibt zusätzlich an, wie viele Monate ein Produkt nach dem Öffnen empfohlen genutzt werden sollte — unabhängig vom MHD. Bei reduzierten Sonderposten lohnt sich ein Blick auf beide Angaben, weil ein niedriger Preis oft einen harmlosen Grund wie einen Verpackungswechsel hat. Mehr dazu in Haltbarkeit und INCI bei Beauty-Sonderposten.

Widerrufsrecht

Das gesetzliche Recht, einen Online-Kauf innerhalb einer bestimmten Frist ohne Angabe von Gründen rückgängig zu machen — bei Bestellungen im Internet (Fernabsatzverträgen) beträgt die gesetzliche Regelfrist in Deutschland 14 Tage ab Erhalt der Ware. Es gibt allerdings Ausnahmen, etwa bei entsiegelter Kosmetik aus Hygienegründen oder bei eindeutig personalisierter Ware. Ob eine Ausnahme im Einzelfall greift, steht in der Widerrufsbelehrung des jeweiligen Verkäufers, die bei jeder Bestellung mitgeliefert wird — im Zweifel lohnt sich ein Blick in genau diese Bedingungen. Mehr zum Unterschied zwischen Widerruf und Gewährleistung in Retoure und Gewährleistung: Basics.

ASIN

Die Amazon Standard Identification Number — eine zehnstellige Kennung, mit der Amazon jedes einzelne Angebot in seinem Katalog eindeutig identifiziert. Anders als ein Produktname oder ein Linktext bleibt die ASIN stabil, auch wenn sich Titel, Bild oder Preis eines Angebots ändern. Praktisch nützlich ist das etwa, um dasselbe Produkt über mehrere Anbieter oder Varianten hinweg wiederzufinden und zu vergleichen, statt sich allein auf den — nicht immer eindeutigen — Produktnamen zu verlassen. Auf der Produktseite steht die ASIN meist weiter unten im Abschnitt mit den technischen Details.

Noch mehr Hintergrund

Dieses Glossar ersetzt nicht die ausführlichen Artikel, auf die es verweist — es ist als schneller erster Überblick gedacht. Wer tiefer einsteigen will, findet Schritt-für-Schritt-Erklärungen im Ratgeber, saisonale Einordnung unter Saison und aktuelle, transparent datierte Preisknaller in der Deal-Übersicht.

Frisch nachgerechnet, direkt aufs Handy: Die Schlaue Lady meldet amtliche Amazon-UVP-Sprünge, sobald sie welche findet — kostenlos.

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